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Bewerbung

Für ein FSJ im Ausland muss man sich direkt bei einer staatlich anerkannten Trägerorganisation bewerben. Die Bewerbung für ein FSJ erfolgt idealerweise ein Jahr vor gewünschtem Ausreisedatum.

Bewerbungschemata

In den meisten Fällen gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen der Vereine. Bei einem Teil der Vereine muss man sich zuerst zu einem Orientierungsseminar anmelden, bevor man sich richtig bewerben darf. Der andere Teil hingegen verlangt von Anfang an ausführliche Bewerbungen und selektiert die Bewerber schon vor dem Auswahl- und Orientierungsseminar. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Zuerst auf ein Orientierungsseminar zu fahren, bedeutet für jedes Seminar Anfahrtskosten, Verpflegungskosten und Übernachtungskosten. Außerdem sind auf diesem Auswahlseminaren so viele Bewerber, dass nur ein Bruchteil der Teilnehmer am Ende wirklich ein FSJ bei dem Verein machen kann. Andererseits ist es auch so, dass jedem Bewerber die Chance gegeben wird den Verein und die Mitarbeiter des Vereins näher kennen zu lernen. Aus dieser Erfahrung heraus kann man besser bestimmen, ob der Verein der richtige Träger für sein Vorhaben ist oder nicht. Zusätzlich kann man sich gleich Meinungen anderer, z.B. ehemaliger Freiwilliger, einholen, wie das Jahr so gewesen ist und was für Anforderungen an seine Person gestellt werden. Man kann seine Vorstellungen von so einem Jahr noch einmal klar auf Herz und Nieren testen und danach entscheiden, ob es das Richtige ist und man sich bewerben möchte. Wenn man sich gleich für ein Auswahlseminar bewirbt, hat man eine recht große Chance auch bei dem Verein genommen zu werden, da die Teilnehmer an diesem Seminar bereits aus allen Teilnehmen ausgewählt wurden. Die Seminare muss man auch selbst finanzieren, jedoch weiß man schon relativ sicher, dass man ein Freiwilliger dieser Organisation werden kann. Auf der anderen Seite ist die Atmosphäre bei einem solchen Seminar schon um einiges angespannter, denn hier geht es nicht nur darum sich zu informieren, sondern auch schon darum seine Eignung für so eine Aufgabe zu beweisen. Aus diesem Grund ist es hilfreich, wenn man sich vor dem Seminar schon recht sicher ist, ob der Verein das richtige für sein Vorhaben ist.

Bewerbungsunterlagen

Die Bewerbungen selbst sind meistens sehr ausführlich. Fast alle Träger wollen eine ausführliche Schilderung der Motivation. Das Motivationsschreiben ist eigentlich das wichtigste an der ganzen Bewerbung, deshalb gebt euch dafür sehr viel Mühe. Hinzu kommen von der Organisation meistens einige Fragen, die manchmal auch recht persönlich sind. Einige Beispiele die mir einfallen sind:

- Wie definierst du Liebe?/ Wie drückst du Liebe aus?

- Was machst du wenn ein Kind etwas gestohlen hat? Sagst du es dem Leiter des Projektes, auch wenn du weißt, dass es danach ausgeschlossen wird?

- Hast du schon Gewalt erfahren bzw. beobachtet?

- Was erwartest du von einem FSJ?

- usw.

Hier ist es sehr wichtig, sich nicht zu verbiegen und aus dem Bauch heraus das zu schreiben für was man steht. Ihr solltet natürlich versuchen eure Meinung plausibel zu begründen, ansonsten versucht nicht darüber nachzudenken, was sie denn da hören wollen, darum geht es meistens gar nicht. Es gibt nicht „die Antwort“. Wenn ihr davon überzeugt seit ein FSJ machen zu wollen und ihr habt euch gut darüber informiert, ob es auch das ist was ihr euch vorstellt, könnt ihr gar nicht falsch antworten.

Der Träger, der eure Antworten nicht gut findet, ist auch nicht der richtige für euch!

Lasst im Lebenslauf nichts aus. Es ist natürlich immer gut wenn ihr z.B. schon Erfahrungen habt mit Kindern zusammen zu arbeiten. Diese Zusammenarbeit muss kein großes Projekt gewesen sein es ist auch schon gut, wenn man das Nachbarkind gebabysittet hat, oder einem Unterstufenschüler Nachhilfe gegeben hat. Auch jüngere Geschwister sind Erfahrung.

Referenzen

Viele Träger fordern ein bis zwei Referenzen von euch. Referenzen zu schreiben ist hier in Deutschland nicht sehr üblich, deshalb werdet ihr eure ausgewählten Verfasser der Referenzen darüber informieren müssen, was sie denn zu schreiben haben. Der Verfasser sollte am besten jemand sein, der soziale / kirchliche / ehrenamtliche Tätigkeitenvon dir kommentieren und bewerten kann. Ihr könnt z.B. einen Lehrer fragen, eine Referenz für euch zu schreiben. Eine Referenz bedeutet im Prinzip eine Beurteilung eurer Person. Der Verfasser sollte schreiben woher er euch kennt und was für Tätigkeiten ihr für ihn ausgeführt habt. Dabei sollte er erwähnen, ob ihr zuverlässig wart, fleißig, freundlich und gewissenhaft. Außerdem ist es gut, wenn der Verfasser besonders herausragende Charaktereigenschaften von dir nennen kann. Wenn aus diesen Charaktereigenschaften hervorgeht, dass du für ein Freiwilliges Soziales Jahr geeignet bist, ist das natürlich von Vorteil. Der Verfasser sollte am besten noch kurz kommentieren, ob er es sich vorstellen könnte, dass du ein solches Jahr im Ausland bewältigen kannst.


letzte Änderung: 17.05.2008
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