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Vorbereitung

Bevor die Ausreise stattfinden kann sind viele Dinge zu erledigen. Es ist vor allem wichtig, früh genug daran zu denken, denn Verträge haben immer eine recht lange Kündigungsfrist.

Formalitäten

Impfungen

In vielen Ländern gibt es mittlerweile keine Pflichtimpfungen mehr, allerdings ist es besser sich beim auswärtigen Amt oder beim nächsten Tropeninstitut darüber zu erkundigen, welche Impfungen für das Einsatzland sinnvoll sind. Oftmals ist es auch möglich den Hausarzt zu befragen. Der Hausarzt kann auch die Rezepte für die Impfungen ausstellen. Am besten ist, ihr geht auch vorher mal zu eurer Krankenkasse und fragt nach, ob sie die Kosten für die Spritzen übernehmen. Eine Hepatitis A+B braucht man z.B. drei Mal je 75 €.

Pass und Visum

Für den Reisepass braucht ihr Fotos. Die müssen wegen dem, im letzten Jahr neu eingeführten, e-Pass ganz spezielle Fotos sein, die genau auf ein bestimmtes Schema passen. Man darf auch nicht lachen auf den Fotos. Außerdem muss man seine Fingerabdrücke auf dem Stadthaus abgeben. Hin wie her der Pass kostet für Antragsteller vor Vollendung des 24. Lebensjahr 37,50€, danach 59€. Ihr müsst mit einer Wartezeit von etwa 4-6 Wochen rechnen.

Um ein Visum zu beantragen müsst ihr euch vorher erkundigen, auch am besten beim auswärtigen Amt, wie die Bedingungen im Einsatzland sind. In der Dominikanischen Republik kauft man eine Art Aufenthaltserlaubnis am Flughafen.

Konten

Ihr müsst euch vorher überlegen, wie ihr das Taschengeld von der Entsendeorganisation bzw. vielleicht auch von euren Eltern empfangen könnt. Es gibt von Land zu Land unterschiedliche Möglichkeiten. In vielen Hauptstädten gibt es z.B. eine Citibank. In anderen Ländern ist es aber besser ein Postbank oder ein DKB Konto zu eröffnen.

Kündigungen

Macht euch früh genug Gedanken darüber, welche vertraglichen Bindungen ihr habt. Dazu zählt z.B. Handy, Verein, Auto und Krankenkasse. Manchmal ist es möglich die Verträge stillzulegen. Oftmals müsst ihr den Vertrag allerdings kündigen. Bei den Handyverträgen muss das oft ein Jahr vor Vertragablauf sein. Vielleicht helfen euch eure Eltern dabei.

Ländervorbereitung

Land und Leute

Es ist sehr wichtig sich vor der Ausreise ein Bild von dem Land zu machen, in dem man für ein Jahr arbeiten wird. Zum einen könnt ihr eure Erwartungen etwas danach richten und andererseits ist es einfacher, einen Einstieg zu finden. Um in dem Land wirklich helfen zu können, muss man sich in die Köpfe der dort lebenden Menschen hineinversetzen können. Erst wenn man mit den Leuten zusammen lebt und sie versteht, kann man versuchen gemeinsam Probleme zu beheben, ansonsten läuft es auf ein Aufzwingen von Werten hinaus. Es ist dabei allerdings hilfreich, wenn man die Geschichte des Landes etwas kennt und eventuell bestehende oder bereits halbwegs überwundene Konflikte kennt. Auch die daraus entstandene Mentalität der Menschen ist dann besser zu verstehen.

Sprache

Verständigung ist ein ganz wichtiger Teil der Freiwilligenarbeit. Deshalb ist es sehr wichtig mit der Sprache im Land klarzukommen. Man muss die Sprache nicht schon 6 Jahre in der Schule gehabt haben oder damit aufgewachsen sein, aber man sollte bei der Vorbereitung dazu bereit sein die Sprache zu lernen. Auch wenn man bei der Bewerbung kein einziges Wort sprechen kann ist das nicht schlimm, wenn bei der Ausreise allerdings immer noch kein einfaches Gespräch möglich ist, habt ihr ein echtes Problem.

Tipps zum Sprache lernen

Eine wirklich gut Methode Vokabeln zu lernen sind Karteikarten. Es gibt mittlerweile von PONS und auch Langenscheidt fertige Karteikartenkästen mit den 1000 wichtigsten Wörtern auf Englisch, Spanisch usw. Ich finde es allerdings besser sich einen eigenen Kasten zu erstellen, denn durch das Schreiben der Karten lernt man die Vokabeln schneller, hängt natürlich auch vom Lerntypen ab. Ein genialer Tipp um in den Rhythmus und den Klang der Sprache hereinzukommen sind Hörbücher. Auch wenn man am Anfang wirklich nicht viel versteht, ist es nicht schlimm hört euch rein! Dies geht natürlich auch mit Radio, ihr könnt online nach einem Radiosender aus eurem Einsatzgebiet suchen, dann lernt ihr auch gleich den entsprechenden Akzent kennen. Des Weiteren ist es zur Vertiefung der Sprachkenntnisse auch gut Bücher zu lesen. Die gibt es z.B. in der Bibliothek zum Ausleihen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Noch ein Tipp, um die Sprache letztendlich auch sprechen zu können, ist einen Aushang an der Universität oder an der Schule zu machen, ob ein entsprechender Landsmann nicht Lust hätte einen Kaffee trinken zu gehen.


letzte Änderung: 17.05.2008
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