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Kooperationsvereinbarungen

Grundschulen - Gymnasium
zwischen
der Frankensteinschule
(nachfolgend „Grundschule“ genannt)
und
der Lichtenbergschule
(nachfolgend „Gymnasium“ genannt)

1. Präambel

Die zunehmende Globalisierung und auch die Ergebnisse der PISA-Studie verweisen auf die Notwendigkeit eines internationalen Bildungsangebotes in der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowohl für die international Beschäftigten aus Industrie und Wirtschaft als auch für die in der Regionansässigen einheimischen und ausländischen Familien.

Die Attraktivität der Stadt Darmstadt als Standort internationaler Unternehmen und Institutionen hängt zunehmend auch von einer schulischen Infrastruktur ab, die der beruflichen Mobilität hoch qualifizierter ausländischer und einheimischer Beschäftigter internationaler Unternehmen und Institutionen flexibel Rechnung trägt.

Im September 2001 beschloss die Stadtverordnetenversammlung einstimmig die Erstellung eines Konzeptes zur Einrichtung einer Internationalen Schule in der Wissenschaftsstadt Darmstadt, das in Abstimmung mit der Hessischen Landesregierung umzusetzen ist.

Diese Schulform „Internationale Begegnungsschule“ zeichnet sich dadurch aus, dass sie einerseits die Begegnung von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Nationalitäten, das gemeinsame Lernen in Arbeitsgruppen sowie das interkulturelle Lernen überhaupt als eine der wichtigsten pädagogischen Ziele definiert und andererseits auf einem europa-tauglichen Schulmodell auf dem Prinzip der Mehrsprachigkeit gründet.

Die meisten Elemente dieses Konzepts sind daher bekannt: Förderung der Mehrsprachigkeit, Förderung der Naturwissenschaften, Bilingualität, Englisch in der Grundschule, vorschulische Bildung im Kindergarten usw.

Das Konzept der „Internationalen Begegnungsschule“ ist der praktische Versuch, diese Mosaiksteine zu einem stimmigen Bild zusammenzusetzen — unter der „selbstverständlichen“ Voraussetzung, dass die öffentliche Schule als eine pädagogische Einheit von Klasse 1 bis Klasse 12 zu begreifen ist— unter Einbeziehung der vorschulischen Bildung im Kindergarten.

Im Projekt „Internationale Begegnungsschule Darmstadt“ arbeiten 3 Kindertagesstätten, 2 Grundschulen und ein Gymnasium an der Umsetzung im Rahmen des öffentlichen Schulwesens.

Eine Übertragbarkeit des Konzepts der Internationalen Begegnungsschule auf andere Schulen im Stadtgebiet wird angestrebt.

2. Ziele

Das Konzept der „Internationalen Begegnungsschule Darmstadt“ basiert auf folgenden, übergeordneten Zielen:

→ Förderung + Stärkung der Begegnung von Menschen verschiedener Sprachen +
Kulturen

→ Aufbau eines durchgängigen, bilingualen Bildungsangebots (Deutsch/Englisch) von der
KiTa bis zum Abitur

→ Einrichtung/Bildung einer schulstufen-übergreifenden Organisationsstruktur IBS (z.B.Schulzweig, Kurssystem, Mischformen)

→ Schaffung eines stufenweise integrierenden Konzepts bilingualer Bildung

→ Kontinuierlicher Ausbau der Zusammenarbeit im Bereich der Erziehung und Bildung zur schrittweisen Entwicklung eines Internationalen Bildungsplans.

3. Grundsätze der Zusammenarbeit

  • Wir verpflichten uns zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und werden in regelmäßigen Arbeitstreffen unsere Vorhaben abstimmen.
  • Wir erarbeiten am Ende jeden Schuljahres eine verbindliche Zeitschiene für das nächste Schuljahr.
  • Zur Stärkung der Zusammenarbeit und unter Bezug auf den Bildungsplan 0 — 18 sind gegenseitige Hospitationen fester Bestandteil unserer Arbeit.

4. Gemeinsame Vorhaben/Planungen/Aufgaben/Maßnahmen

4.1 Zusammenarbeit zwischen den Grundschulen und der Lichtenbergschule

4.1.1 Allgemeine Grundlagen

Alle Partnerschulen im IBS-Netzwerk wirken entsprechend ihren Möglichkeiten an der Entwicklung des IBS-Projekts mit und verpflichten sich zur zeitnahen Umsetzung der allgemeinen Vereinbarungen (z.B. Übergangsprofile für Englisch, pädagogisches Übergangsprofil)

4.1.2 Formen der Zusammenarbeit

Gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen, Hospitationen und Lehreraustausch, gemeinsame pädagogische Konferenzen, gemeinsame Förderpläne, Abstimmung in Fragen der Klassenbildung, eine feed-back-Kultur und gemeinsame Schulentwicklungsprojekte usw. belegen den Grad der Qualität unserer Zusammenarbeit.

4.1.3 Bilinguales Bildungsangebot

Bisher entwickeln zwei Grundschulen, die Frankensteinschule und die Bessunger Schule, ein bilinguales Bildungsangebot nach den nachfolgenden Vorgaben des IBS-Konzept:

Das bilinguale Bildungsangebot soll
a) Teil des Regelunterrichts sein und
b) allen interessierten bzw. geeigneten Kindern und Jugendlichen zugänglich sein.

Der Einstieg in das bilinguale Bildungsangebot richtet sich nach den individuellen Lernvoraussetzungen des Kindes.

Das IBS-Konzept sieht mehrere Einstiegsmöglichkeiten in der 12-jährigen Schullaufbahn vor, um ein Höchstmaß an Chancengleichheit und eine Verbreitung der bilingualen Bildung zu gewährleisten.

Die Entscheidung über den Einstieg und den Verbleib trifft die Schule nach Beratung der Eltern. In der Beratung werden die Eltern über den anderweitigen Förderbedarf ihres Kindes und die entsprechenden Förderangebote der Schule informiert.

4.2 Zusammenarbeit zwischen der Frankensteinschule und der Lichtenbergschule

4.2.1 Voraussetzungen an der Frankensteinschule

Nach gründlicher Erörterung der Alternativen zur Organisation des bilingualen Bildungsangebotes an der Grundschule (Schulzweig oder Verkursung oder Zusatzangebot) haben die Gremien für die Option „Zusatzangebot“ votiert.

Das zweistündige bilinguale Zusatzangebot pro Klasse ab Klasse 2 und der erweiterte Englischunterricht in den Klassen 1 und 2 müssen dauerhaft gesichert sein.

4.2.2 Voraussetzungen an der Lichtenbergschule

Die höheren inhaltlichen Anforderungen und zeitlichen Belastungen der Schülerinnen und Schüler im verkürzten gymnasialen Bildungsgang G-8 erfordern den Ausbau des Übergangskonzepts zwischen den Grundschulen und der weiterführenden Schule.

4.2.3 Vereinbarungen zwischen Frankensteinschule und Lichtenbergschule

a) Personelle Verzahnung: Ab dem Schuljahr 2008/09 ist geplant, dass eine Kollegin der Frankensteinschule an der Lichtenbergschule als Englischlehrerin in der Jahrgangsstufe 5 unterrichtet. Im Gegenzug soll dann eine Englischlehrkraft der Lichtenbergschule an der Frankensteinschule tätig werden.

b) Gemeinsame Fortbildungen zum „Übergangsprofil Englisch 4 nach 5“ für alle 12 Grundschulen im IBS-Netzwerk

c) Gemeinsame Entwicklung eines „Übergangsprofils bilingualer Sach-Fachunterricht 4 nach 5“

d) Gemeinsame Entwicklung eines „Pädagogischen Übergangsprofils“

Die Vereinbarung der Feinziele erfolgtin einer gesonderten jährlichen Ergänzung zu dieser Kooperationsvereinbarung.

5. Zeitlicher Rahmen

Es wird ein zeitlicher Rahmen von 2008/09 bis 2010/2011 veranschlagt.

Das Projekt der Stadt Darmstadt ist auf den Zeitraum bis zum Schuljahr 2010/2011 ausgerichtet.

Darmstadt, den 18.12.2007

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P. Herrmann, OStD                                      M. Draudt, Rektorin

Leiter der Lichtenbergschule                       Leiterin der Frankensteinschule


letzte Änderung: 27.01.2008
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