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Das Parfum --- Jugend Forscht 2007

Wird die Attraktivität von Parfums durch den Zusatz einer „menschlichen Geruchsnote“ gesteigert?
Wir haben festgestellt, dass es nicht allgemein bekannt ist, ob Parfums durch eine
Geruchsnote die von der menschlichen Haut gewonnen wird, oder durch eine ansprechende,
besondere Benennung attraktiver auf Menschen wirken.
Um das herauszufinden haben wir ein handelsübliches Parfum mit selbst gewonnenem
menschlichem Duft versehen und über eine Umfrage ermittelt, ob der Parfum-Duft mit der
„menschlichen Note“ gegenüber dem regulären Parfum-Duft bevorzugt wird.
Ebenso haben wir identische Parfum-Düfte unterschiedlich bezeichnet und von Testpersonen
in einer Umfrage bewerten lassen. Die Befragten bekamen nicht mitgeteilt, dass es sich um
zwei identische Parfums handelt. So haben wir festgestellt, ob die Bezeichnung einen Einfluss
auf die Bevorzugung hat.
Das Buch „das Parfum“ von Patrick Süßkind lieferte uns die Idee für diese Experimente.
Um den „menschlichen Duft“ einzufangen haben wir versuchet die Geruchsstoffe der
menschlichen Haut mit geeigneten Mitteln aufzunehmen. Dazu haben wir verschiedene
Lösungsmittel, die auch in Salben oder Kosmetika verwendet werden (Alkohol, Olivenöl,
Sonnenblumenöl, MCT-Öl, Paraffinum liquidum, und Vaselinum album) benutzt. Diese Öle
wurden dazu auf die Haut von einer oder mehreren freiwilligen Testpersonen aufgetragen. Die so behandelte Haut durfte natürlich keine fremden Duftreste von z.B. Duschgel, Deo,
Bodylotion oder ähnlichem enthalten. Nach einer gewissen Zeit wurde das Lösungsmittel-Öl
wieder von der Haut entfernt und mit Alkohol gemischt. Die nach der Behandlung im Öl
vorhandenen menschlichen Geruchsstoffe gelangten durch diese Extraktion in den Alkohol.
Dieser Prozess ähnelt der in dem Buch „Das Parfum“ von Patrick Süßkind beschriebenen
Methode der Enfleurage.
Die so erhaltenen Menschenduft-Alkoholmischungen wurden anschließend mit einer geringen
Menge eines handelsüblichen Parfums gemischt und für die Duftprobe verwendet. Zum
Vergleich wurde jeweils eine gleiche Duftprobe hergestellt, jedoch ohne, dass das
Lösungsmittel-Öl zuvor auf menschliche Haut aufgetragen wurde. Diese beiden Proben
wurden in der Umfrage miteinander verglichen, dabei wurde den Testern nicht verraten worin
sich die beiden Proben unterscheiden.
Außerdem mussten wir die Frage klären, welchen Einfluss eine veränderte Bezeichnung auf
die Bevorzugung eines Parfums hat, denn unsere Parfum-Proben hatten ja eine bestimmte
Bezeichnung bekommen. Dazu machten wir eine Umfrage bei der jeweils zwei identische,
jedoch unterschiedlich benannte, Duftproben miteinander verglichen wurden. Eine der beiden
gleichen Proben wurde mit einem besonderen spannenden, exotischen und aufregenden
Namen vorgestellt und die jeweils andere Probe wurde mit einer neutralen Bezeichnung
angeboten. Folgendes Ergebnis ließ sich aus der Umfrage ableiten:
-> Die Bezeichnung hat einen sehr starken Einfluss auf die Bevorzugung eines Parfums.
->Eine menschliche Duftnote hat einen Einfluss auf die Bevorzugung eines Parfums.

Sarah Rosenblatt, Elisa Kromer und Aqsa Waris


Hier die Arbeit zum Download



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letzte Änderung: 07.01.2010
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