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| | Wir fahren nach Budapest!!!
(Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 und 11 mit Hr. John und Fr. Strempel) |
| | Besuch aus Budapest an der Luo - Der erste Teil des Ungarnaustauschs fand vom 16. - 25. März 2010 statt, der zweite Teil in Budapest ist im September geplant.
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Ungarnaustausch
in Ungarn 29.09.-8.10.2009
für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 (Gegenbesuch). Begleitende Lehrkräfte sind Frau Gudrun Strempel und Frau Janna Strube
Informationen zum Austausch mit dem Arpad-Gymnasium in Budapest
1.Inhalte, Ablauf, Ziele
Den Ungarnaustausch gibt es nun seit fast 20 Jahren und er hat sich in dieser Zeit zu einemwichtigen und vor allem interessanten Bestandteil unserer Austauschangebote entwickelt.
Zuerst einmal: Dieser Austausch „funktioniert“ etwas anders als die übrigen Austauschprogramme an unserer Schule. Bei diesen geht es in erster Linie darum, die jeweilige Sprache „vor Ort“ zu erleben und auch zu üben sowie die unterschiedlichen Kulturen kennen zu lernen.

Dieser Aspekt ist in erster Linie für unsere ungarischen Partner von großer Bedeutung. In Ungarn hat die deutsche Sprache aus geschichtlichen und v.a. wirtschaftlichen Gründen eine große Bedeutung, auch wenn Englisch als „Weltsprache“ immer wichtiger wird. Das Interesse unserer ungarischen Austauschpartner liegt also besonders darin, die Sprache im Kontakt mit uns Deutschen zu pflegen.
Da bei uns nur wenige Menschen Ungarisch sprechen, liegt unser Schwerpunkt logischerweise weniger auf dem Spracherwerb, sondern mehr auf dem Gebiet der „kulturellen Begegnung“. Was heißt das konkret?
Deutschland und Ungarn blicken wie alle europäischen Staaten auf eine lange Tradition gemeinsamer Entwicklungen und großer Unterschiede zurück. Bereits im frühen Mittelalter begünstigten nach dem Zerfall des Reiches Karls des Großen und einer langen Periode von Chaos die häufigen Überfälle ungarischer Reiterverbände die Entstehung eines neuen Reiches in Westeuropa, das nach vielen Jahrhunderten zum Deutschen Reich wurde. Später wanderten viele Menschen aus deutschen Fürstentümern nach Osten, um z.B. in Ungarn eine bessere Zukunft zu finden. Ihre Nachfahren leben z.T. noch heute dort und daher gibt es in Ungarn heute so genannte deutsche „Nationalitätenklassen“.
Das 20. Jahrhundert hat nicht nur die deutsche, sondern auch die ungarische Geschichte bis heute entscheidend geprägt und beide Länder in einer z.T. unheilvollen, z.T. aber auch sehr positiven Art und Weise verbunden.
Das Ende der deutschen Teilung und damit die Einheit Deutschlandswäre ohne die Öffnung der Grenzen in Ungarn nicht so schnell möglich gewesen; die Massenflucht der DDR-Bürger über Ungarn in den Westen war der Stoß, der die wankende DDR zusammenbrechen ließ. Heute ist Ungarn Mitglied der EU und damit ein wichtiger Partner Deutschlands in Europa, und zwar sowohl auf wirtschaftlichem als auch auf politischem Gebiet. Andererseits hat Ungarn aufgrund seiner Geschichte und wirtschaftlichen Struktur deutlich andere Interessen und Prioritäten als die Bundesrepublik.
Die 1945 abgerissenen Verbindungen auf politischem, gesellschaftlichemund wirtschaftlichem Gebiet entstehen wieder neu bzw. sind bereits entstanden. Die Jugendlichen beider Länder hören heute z.B. im Zweifel ähnliche Musik, sehen ähnliche Filme und müssen sich mit ähnlichen Fragen und Problemen herumschlagen.
Dieser „Crashkurs“ soll deutlich machen, welche Zielsetzungen unser Austausch verfolgt: Wir wollen uns diesen Ähnlichkeiten und Unterschieden aussetzen, sie erleben und dokumentieren und uns darüber austauschen. Daher hat der Austausch sozusagen drei „Ebenen“:

Gerade der letzte Punkt ist uns dabei besonders wichtig. Für unsere ungarischen Partner ist das die Möglichkeit, die Sprache zu üben, da die Projekte auf Deutsch erarbeitet und präsentiert werden. Für die deutsche Seite ergibt sich die Möglichkeit, sich stärker mit konkreten Inhalten der deutsch-ungarischen Geschichte und Gegenwart zu beschäftigen und die ungarischen Gäste im sprachlichen Bereich zu unterstützen.
Für die Arbeit an den Projekten hat sich folgende Vorgehensweise als sinnvoll erwiesen:
Ø Sobald die Austauschpartner zugeordnet sind, sollte ein Ideenaustausch zu möglichen Projektthemen gestartet werden, der zu einer gemeinsamen Absprache führen sollte. Das ist die Voraussetzung dafür, dass unsere ungarischen Gäste bereits Material für das Projekt nach Deutschland mitbringen können. Die verantwortlichen Lehrer stehen dafür als Berater zur Verfügung.
Ø Bei dem Besuch der Ungarn in Deutschland werden erste Ergebnisse erarbeitet und am Schluss des Besuchs vorgestellt. Gleichzeitig sollten Vereinbarungen über die weitere Vorgehensweise getroffen werden, damit z.B. alle Beteiligten zusätzliche Informationen sammeln können.
Ø Bei unserem Gegenbesuch in Budapest werden diese Informationen zu einer Endfassung zusammengefügt, ggf. durch Material vor Ort ergänzt und in der Schule präsentiert. Dies findet in der Regel in einem größeren Rahmen (z.B. vor den fortgeschrittenen Deutschschülern) statt.
Ø Als Beispiel für ein solches Projekt haben wir eine Arbeit zum Thema „Lebenseinstellungen von Jugendlichen“ ausgewählt.
Die Erfahrungen der letzten Jahre mit dieser speziellen Art von Austausch sind durchweg positiv sowohl von Seiten der Schüler als auch der Lehrer erlebt worden. Vor allem der Besuch in Budapest ist für unsere Schüler ein interessante und spannende Erfahrung und nicht zuletzt sind so auch einige Freundschaften entstanden.
2. Anforderungen / Zielgruppe
Zur Zeit (G 9) findet der Ungarnaustausch in der 2. Hälfte der Klasse 10 und zu Beginn der Jahrgangsstufe 11 statt. Mit G 8 wird der Austausch sich nur auf die Klasse 10 beschränken, wobei die Termine Ende September / Anfang Oktober (vor den Herbstferien) und im März (vor den Osterferien) liegen.
Da diese Begegnung für unsere Schülerinnen und Schüler kein Sprachaustausch ist, gibt es also diesbezüglich keine Ausschlusskriterien und somit ist dieser Austausch für alle Interessenten offen. Natürlich erwarten wir von unseren Schülern gerade beim Gegenbesuch in Ungarn ein entsprechendes Verhalten, bis jetzt gab es aber diesbezüglich keine Probleme. Die Größe der Gruppe ergibt sich immer aus der Anzahl der ungarischen Schüler, da ja jeder Teilnehmer in einer Familie untergebracht werden soll. Diese schwankte in den letzten Jahren meist zwischen 15 und 20 Teilnehmern.
3. Anwendung, Nutzen
Neben dem Spaß und den vielen interessanten Begegnungen und Erlebnissen bedeutet dieser Austausch für unsere Schüler vor allem einen großen Erfahrungsgewinn für das eigene Selbst sowie die Erweiterung des persönlichen Horizontes. Auch wenn Ungarn nun zur EU gehört, ist es für viele noch immer ein „fremdes Land“. Aus diesem Grund ist die Begegnung mit diesem Land, seinen Menschen und seiner Kultur wirklich etwas Neues und ermöglicht den Schülern ganz konkret so etwas wie „interkulturelle Kompetenz“ zu erfahren und zu erlangen. Gerade in der erweiterten EU und in Zeiten der Globalisierung sind solche Erfahrungen von großem Nutzen, z.B. bei späteren Bewerbungen (Lebenslauf) oder bei der Berufswahl. Eine Schülerin oder ein Schüler, der in seiner Schullaufbahn verschiedene Austausche mitgemacht hat, hat damit nicht nur viele wichtige persönliche Erfahrungen gesammelt, er wird auch in seinem späteren Berufsleben sicher davon profitieren.
2009
Nach acht Stunden Flug und zwei Filmen kam die Gruppe, ausschließlich bestehend aus Schülern der elften Klasse in Chicago an. Der erste auffällige Unterschied zu Deutschland waren, abgesehen von der Sprache, die Toiletten, so gebaut, dass sie niemals verstopften.
Abgeholt wurden wir von einem Schulbus, genau so einer, wie man sie im Film immer sieht.
Und genau dieser Vergleich prägte unsere ersten Tage in Amerika, alles war wie im Film!
Die Autos, die Häuser, die Fast- Food Restaurants und, wie wir unmittelbar nach unserer
Ankunft in Fond du Lac feststellen konnten, auch die Schule. Ein Football Spiel war in
vollem Gange und die Ränge bis auf den letzten Platz gefüllt.

Unsere Gastfamilien erwarteten uns bereits und wir schauten uns gemeinsam das Spiel an,
Football Regeln wurden erklärt und erste, vorsichtige Unterhaltungen geführt.
Das Wochenende verbrachte jeder mit seiner Gastfamilie und mit der schwierigen Aufgabe
nachts zu schlafen und tagsüber wach zu sein.
Man lernte sich besser kennen und wir Deutschen waren schnell von der liebevollen
Fürsorge und der Fröhlichkeit der Amerikaner begeistert. Im Laufe der darauf folgenden
Woche mussten wir auch feststellen, dass nicht alles wie im Film ist. Zum Beispiel fehlte
die typische Sportler- Hierarchie, wie sie uns in zahllosen Highschool Filmen gezeigt
wird. An der Winnebago Lutheran Academy sind die Schüler immer noch wegen ihres Humors
oder ihrer Charakterstärke beliebt.
Auch konnte man für Amerika typische Klischees wie Übergewicht, religiöser Fanatismus
und grenzenloser Patriotismus wenn überhaupt, nur in Einzelfällen bestätigen. Außerdem
war für die meisten Menschen in Fond du Lac Amerika nicht das Maß aller Dinge und man
wurde eher selten gefragt, ob man in Deutschland auch „Bratwurst“ hat.
Für die nächste Woche hatten wir uns viel vorgenommen. Ausflüge nach Madison (die
Hauptstadt Wisconsins), zum Kletterpark, zu den Wisconsin Dells, zum Police Department
und dem Gefängnis in Fond du Lac sollten uns einen ungefähren Eindruck von den Leuten
und der Natur Wisconsins vermitteln. Den letzten Tag in Fond du Lac verbrachten alle
gemeinsam bei wunderschönem Wetter und wir, die deutschen Austausch Schüler nutzen die
Gelegenheit um Pastor Wright und Kristin Scharf, die unseren Aufenthalt in Wisconsin
organisiert hatten, Geschenke als Zeichen unserer Dankbarkeit zu überreichen. Nach neun
Tagen hatten wir definitiv mehr erlebt, als wir alle erwartet hatten und wahre
Freundschaften sind geschlossen worden.
Am nächsten Morgen, es regnete zum ersten Mal wie aus Kübeln, machten wir uns nach einem
kurzen aber emotionalen Abschied auf den Weg nach Chicago. Dort erlebten wie eine
wunderschöne Skyline, ein Paradies für Architekturinteressierte und konnten schon mal, in
Vorbereitung auf den Big Apple, wohin wir schon am nächsten Morgen flogen, etwas
Großstadtluft schnuppern.
Ausnahmslos jeder war begeistert von der Stadt, die von allen am ehesten den Titel
`Welthauptstadt` verdient hätte.Das Programm für New York war voll, doch ließ man uns
immer noch genug Zeit, um die Mega- Metropole auf eigene Faust zu erforschen.
Empire State Building, Central Park, Alice Island, Ground Zero und ein Broadway Musical
waren nur einige Dinge, die wir in vier Tagen New York sahen und erlebten. Einige sahen
sogar berühmte Persönlichkeiten, wie etwa den türkischen Ministerpräsidenten oder, wenn
auch nur die Silhouette, Barack Obama. Den Rest der Zeit unterstützte jeder so gut er konnte
die gebeutelte, amerikanische Wirtschaft, sodass viele mit zwei Koffern zurück reisen mussten.
Beim gemeinsamen Pizzaabend am allerletzten Tag bedankten wir uns ausführlich bei Frau
Mühling und Frau Martin, die einen großartigen Job geleistet hatten und wiederum uns
beteuerten, wir seien eine besonders gute Gruppe gewesen. Am Morgen des Abflugs fanden
die meisten, dass die zwei Wochen viel zu schnell vorüber gegangen waren. Rückblickend
jedoch fühlt sich der Austausch wie ein ganzer Lebensabschnitt an.
Von Joshua Schultheis, Kathrin Hoffart und Sarah Zettl
11.-28-09.2009 Austauschtermin in den USA
Ansprechpartnerinnen: Karin Martin und Andrea Mühling
Am 08.09.2008 war es endlich so weit. Der jährliche USA-Austausch nach Wisconsin stand vor der Tür und am frühen Morgen des 8. Septembers trafen sich die 20 Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 mit ihren zwei begleitenden Lehrerinnen, Frau Kisch und Frau Mühling, am Frankfurter Flughafen.
Die Erwartungen an Amerika, die Schule in Wisconsin und die Gastfamilien waren riesig. Nachdem wir bereits seit den Osterferien diesen Jahres per E-Mail Kontakt zu unseren Gastfamilien aufgenommen hatten, war die Spannung nun auf dem Höhepunkt und unsere Reise konnte endlich losgehen.
Nach einem über 9-stündigen Flug sind wird in Chicago, Illinois, gelandet und wurden dort von einigen Elternteilen abgeholt und an die Shoreland Lutheran Highschool in Somers gebracht.
Dort angekommen wurden wir mit einem „Lunch“ begrüßt, wir lernten unsere Gastfamilien kennen und fuhren anschließend mit ihnen zu unserem „Zuhause“, das wir für zwei Wochen beziehen sollten.
In Wisconsin besuchten wir an zwei Tagen den Unterricht der High School, die nur ca. 300 Schüler aufweist, um den amerikanischen Unterrichtsstil kennen zu lernen.
Des Weiteren besuchten wir Chicago und genossen dort die gigantische Aussicht über die Stadt - zuerst vom ‘Sears Tower’ und dann von einem Boot aus.
Außerdem waren wir in Kenosha, Racine und Madison, der Hauptstadt des Staates Wisconsin. Nach einem Besuch des Gerichts ging es an diesem Tag noch zum „House on the Rock“.
An zwei Tagen besuchten wir Milwaukee und besichtigten dort u.a. das Baseballstadion, die Miller Brauerei und das Harley Davidson Museum.
Trotz eines festen Wochenprogramms konnten wir noch viel Zeit mit unseren Gastfamilien verbringen.
Nach zwei tollen Wochen in Wisconsin und einem abschließenden Football-Spiel hieß es dann „Koffer packen“, denn unser Weiterflug von Chicago nach New York stand auf dem Programm. Wirverabschiedeten uns von unseren Gastfamilien, was nicht ganz emotionslos verlief.
Doch schon am Flughafen war die Aufregung vor New York, der Weltmetropole, so enorm, dass die Tränen schnell getrocknet waren.
In New York angekommen, bezogen wir unsere Zimmer im „Skyline“ Hotel und machten uns direkt auf den Weg zum Empire State Building, wo wir gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang eintrafen.
In den nächsten Tagen besuchten wir Ellis Island, sahen die Freiheitsstatue, spazierten entlang der Wallstreet, besichtigten den Ground Zero, durchquerten China Town und Little Italy, sahen den Central Park und auch dasRockefeller Center.
An unserem letzen Tag in New York besuchten wir zudem gemeinsam das „Museum of Modern Art“ (MOMA) und einige von uns sahen sich an diesem Abend das Musical „Phantom of the Opera“ am Broadway an.
Das Beste überhaupt war natürlich der Time Square, den wir bei Nacht das erste Mal sahen und von dem wir total überwältigt waren. Am Times Square, am Broadway und an der 5th Avenue hatten wir in diesen Tagen auch ausreichend Zeit zum Shoppen.
Alles in allem hatten wir eine sehr schöne Zeit in Amerika. Die Leute waren sehr freundlich und zuvorkommend. Außerdem sind viele Freundschaften entstanden, die wir alle auf jeden Fall aufrecht- erhalten wollen. Wir freuen uns schon auf den Sommer 2009, wo einige unserer Austauschpartner nach Deutschland kommen und wir die Möglichkeit haben werden, ihnen unsere Heimat zu zeigen.
Wenn die Schüler der jetzigen Jahrgangsstufe 10 die Möglichkeit haben, an diesen Austausch teilzunehmen, sollten sie nicht zögern und sich anmelden. USA bleibt einfach eine unvergessliche Reise.
Der Schüleraustausch mit unseren amerikanischen Partnerschulen in Fond Du Lac und Racine (Bundesstaat Wisconsin) gehört mittlerweile zu den etablierten Austauschfahrten der Lichtenbergschule. Jedes Jahr erhält eine Schülergruppe von etwa 20 Teilnehmern die Möglichkeit, entweder die eine oder andere Schule zu besuchen.
Die Schüler bewerben sich für dieses Programm im 1. Halbjahr der 10. Klasse, nehmen während des 2. Halbjahres an der Vorbereitung dafür teil und fahren im September des darauf folgenden Schuljahres (als Austausch, so in der 11. Klasse) in die USA.
Wesentliche Kriterien der Teilnahme sind alle Aspekte der persönlichen Reife, also Zuverlässigkeit, Offenheit, Kommunikationsbereitschaft, Bereitschaft Regeln zu akzeptieren sowie Anpassungsfähigkeit. Ausgeglichene schulische Leistungen spielen wegen der Notwendigkeit, ausgefallenen Unterricht rasch nachzuholen, ebenfalls eine (untergeordnetere) Rolle. Das Maß der Beherrschung der englischen Sprache ist insofern von Bedeutung, als dass die Schüler in der Lage sein müssen, am Familienleben, am schulischen Alltag und an den Aktivitäten ihrer dortigen Altersgenossen teilzunehmen. Ferner werden bei der Auswahl Schüler bevorzugt, die bisher noch nicht die Gelegenheit hatten, an einem Schüleraustausch teilzunehmen bzw. noch nicht in den USA zu Besuch waren.
Die Schüler halten sich meist 10 Tage in den amerikanischen Gastfamilien auf. Das Programm für diesen Zeitraum ist sehr vielfältig gestaltet. Ein bis zwei Tage werden i.d.R. an der privaten lutheranischen High School verbracht und die deutschen Schüler erhalten hier einen intensiven Einblick in das hinsichtlich Ablauf, Unterrichtsorganisation und schulischem Ethos doch sehr unterschiedliche amerikanische Schulsystem. Die anderen Tage sind geprägt von Ausflügen innerhalb des Bundesstaats Wisconsin: so werden je nach Angebot meist die Wisconsin Dells, Madison, lokale Unternehmen, Dairy Farms, die lokale staatliche High School, ein Gefängnis usw. besucht. Ein Highlight im Rahmen dieser zehn Tage ist sicherlich der Ausflug in die „windy city“ Chicago.
Von Wisconsin aus geht es dann schließlich wieder zurück nach Hause — nicht jedoch ohne einen dreitägigen Abstecher in die Weltmetropole New York. Mit einer Unterkunft im Herzen Manhattans lassen sich Sehenswürdigkeiten wie Empire State Building, Times Square, Statue of Liberty, Ellis Island, Wall Street, China Town, Brooklyn Bridge, Central Park und vieles mehr besichtigen.
Zielgruppe:
Schüler der Jahrgangsstufe 11 (die Anmeldung für den Austausch erfolgt bereits vor/nach den Herbstferien in der 10. Klasse)
Erfahrungen, Beispiele früherer Fahrten:




Teilnahmebedingungen
· Bereitschaft und Möglichkeit, einen amerikanischen Austauschschüler für ca. 14 Tage zu beherbergen
· Bereitschaft zur aktiven und zuverlässigen Mitarbeit am Austauschprogramm (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung)
· Offenheit für und Interesse an der anderen Kultur und Lebensweise und die Bereitschaft, auch ungewohnte Lebensformen und Gebräuche zu respektieren
· Teamfähigkeit / angenehme soziale Umgangsformen / Fähigkeit und Bereitschaft zur Anpassung / Bereitschaft Regeln und Anordnungen zu akzeptieren / Pünktlichkeit / Fähigkeit u. Bereitschaft auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten
· Interesse an der / und Bereitschaft zur Erweiterung der Sprachkompetenz in Englisch
· Die Schulnoten sollten so gut sein, dass man die Abwesenheit von 16 Tagen und der danach eventuell sofortige Beginn der „Klausurenphase“ gut bewältigen kann.
Sind alle diese Bedingungen erfüllt, so erfolgt die Auswahl nach verschiedenen Kriterien (Teilnahme an vorherigen Austauschen, vorheriger Aufenthalt in den USA, verhältnismäßig ausgewogene Repräsentanz der einzelnen Klassen), letztlich entscheidet jedoch das Losverfahren.
Erfahrungsgewinn für das eigene Selbst und Erweiterung des persönlichen Horizontes
Den Schülern der Lichtenbergschule gelang es in der Vergangenheit, stets ein gutes und freundschaftliches Verhältnis zu den aufnehmenden Familien sowie zu ihren gleichaltrigen Partnern aufzubauen. Die deutschen Schüler waren gut über ihren Zielort informiert und bereit, unterschiedliche Lebensbedingungen zu respektieren und fast zwei Wochen lang mitzuleben. Von amerikanischer Seite begegnete uns andererseits eine Großzügigkeit im menschlichen Miteinander, die unsere Schüler beeindruckte und reflektieren ließ, inwiefern es eben diese andere Mentalität war, die dem zugrunde lag.
Insgesamt lässt sich sagen, dass unsere Schüler einen intensiven detail- und facettenreichen Eindruck vom Leben in einer Kleinstadt des Mittleren Westens gewinnen konnten, dem kontrastierend der dreitägige Aufenthalt in der Metropole New York gegenübersteht.
Durch die Reflektion unsere unterschiedlichen Lebens- und Denkweisen konnte die Gruppe sicherlich einen großen Gewinn davon tragen, sowohl ihre persönliche Entwicklung betreffend, als auch bezüglich ihrer Kompetenz im Umgang mit unterschiedlichen Kulturen. Nicht zuletzt haben sie ihre Kenntnis der Welt um wesentliche Aspekte bereichert.
Traditionell haben die Schüleraustausche am Gymnasium die Aufgabe, Menschen unterschiedlicher Sprachen grenzübergreifend zusammen zu führen und zum gegenseitigen Verständnis und zur Verständigung über gemeinsame Ziele und Aufgaben im internationalen Kontext beizutragen.
Im Zuge der Migrationen, der Internationalisierung der Arbeitswelt und der politischen und wirtschaftlichen Prozesse auf globaler Ebene sind Verständnis und Verständigung alltägliche Anforderungen im In- und Ausland.
Neben dem Sprachenlernen sind internationale Austausche und Begegnungen zum Erwerb einer interkulturellen Kompetenz als Voraussetzung von Völkerverständigung erforderlich.
Zur Stärkung und Unterstützung einer gelebten Demokratie und der gesellschaftlichen Bindungskräfte (Werte und Normen) in einer pluralen und weltoffenen Gesellschaft sind neue Formen der bewussten Begegnung auf verschiedenen Ebenen im Inland erforderlich.
Die Schule als ein zentraler Ort bietet vielfältige Anlässe der bewussten Begegnungen und praktizierten Zusammenarbeit zwischen den Menschen.