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Brasilien


Lichtenberg Gymnasium — International und regional

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Am Freitag, dem 15.Feb.2013, weilte Bundeswirtschaftsminister P.Rösler bei Schenck-Process GmbH in der Pallaswiesenstraße. Der Anlass war die Preisverleihung für gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft; dieser Preis wird bundesweit ausgeschrieben vom Netzwerk „Schule-Wirtschaft“, und die Fa. Schenck Process wurde Bundessieger in der Kategorie „Mittlere Unternehmen( 101-1000 Mitarbeiter)“. Zum Gewinn dieses Preises trug die gute Zusammenarbeit unserer Schule mit der Fa. Schenck Process ihren Teil bei, denn neben Praktikplätzen vor Ort stellte uns die Firma 2 Plätze in ihrer Niederlassung in Sao Paulo zur Verfügung, die unseren Abiturienten Luisa Klein und Flavio Traxl im Jahre 2011 zu einem 2-wöchigen Praktikum und 1 Woche „Kulturaustausch“ in dieser größten deutschen Industriestadt außer-halb Deutschlands verhalf. Die beiden konnten mit 6 weiteren Lichtenberg-SchülernInnen am eigenen Leibe erfahren, wie in einer anderen Kultur gelebt und gearbeitet wird, was die beiden während der Feier auch in ihrem kurzen Redebeitrag vermitteln konnten. Der Vorsitzende des Netzwerkes wies auf die Wichtigkeit internationaler Praktika hin, denn deutsche Firmen suchen Fachkräfte, müssen dann aber auch ihrerseits dazu etwas beitragen. Die Fa. Schenck Process ist ein Beispiel für diese Bemühungen, was man leider nicht von vielen Firmen berichten kann. Obwohl es in der Region um Darmstadt ca. 50 Firmen mit Kontakten nach Brasilien gibt, war außer der Preisträgerin keine Firma bereit, Plätze für den nächsten Durchgang, der somit nicht zustande kam, zur Verfügung zu stellen, was wir und unsere Partnerschule in Sao Paulo nachdenklich stimmte und die Ernsthaftigkeit der Klage über Fach-kräftemal doch zumindest im Zwielicht erscheinen lässt!

Heinz-Ewald Schiewe (Organisator des Brasilien-Austausches)


LUO — Exoten?

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die Exoten sind zurück...

mit ganz neuen Erfahrungen aus dem brasilianischen Alltag!

Wie an anderer Stelle vor den Ferien berichtet, brachen die Schülerinnen Jessica Rychlicki, Maria Karsten, Sonja Hecht, Marlene Ames, Hoang Ha Nguyen Thi, Luisa Klein und die Schüler Maxime Rösch und Flavio Traxl am 10.Juni 2011 mit dem Kollegen Schiewe auf, um ihr 2. Praktikum bei Siemens, Schenck Process, Evonik und in der Handelskammer in Sao Paulo zu absolvieren.

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Im Rahmen eines ganz „normalen“ Schüleraustausches, der durch gute Zusammenar-beit zwischen der Lichtenbergschule, dem Colégio Imperatriz Leopoldina und der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer (AHK) möglich wurde, hielten sich die genannten SuS für 3 Wochen in Sao Paulo auf, wo sie gut 2 Wochen ganz neue Erfahrungen in international tätigen deutschen Firmen und der AHK machten. Eine Woche lang lernte man ein wenig den brasilianischen Familienalltag der dort lebenden Mittelklasse kennen.

Ein typisch brasilianisches „Begrüßungskommitte war am 10.6. abends auf dem Inter-nationalen Flughafen in Sao Paulo anwesend: Die PartnerInnen und deren Eltern und die brasilianische Kollegin; diese hatten „Willkommensplakate“ gemalt und eine große brasilianische Flagge wurde mit großem „Hallo“ geschwenkt, sodass schnell „das Eis gebrochen war“. Die LichtenbergschülerInnen ordneten sich den brasilianischen Part-nernInnen zu und jede/r fuhr somit erst mal mit seiner/ihrer brasilianischen Familie ins Wochenende, welches mit Festen und Feiern verbracht wurde.

Am Montag begann dann der „Arbeitsalltag“, man musste früh aufstehen, da die deutschen Firmen in der Südzone ihren Sitz haben, die Familien aber alle in der Nordzone wohnen. Somit bekam man gleich einen guten Eindruck der z.T. chaotischen Verkehrsverhältnisse in einer der größten Städte der Erde: Sao Paulo! Die Exotik war verflogen, der Alltag hatte alle eingeholt, denn nach dem ersten Praktikumstag brauchte man ca. 1 ½ Stunden mit einem von den brasilianischen Eltern gemieteten Kleinbus zurück in die Schule, wo neugierig die anderen Klassenmitglieder auf „die Deutschen“ warteten. Dies wiederholte sich gut 8 Tage, wobei zwei SuS das „Vergnügen“ hatten, ab dem 2. Tag ihren Praktikumsplatz mit der Metro = U-Bahn zu erreichen; dies Gedränge und Geschiebe dort kann man kaum in Worte fassen, als „Vorstellungshilfe“ nur soviel: Dieses öffentliche Verkehrmittel „bewegt“ täglich ca. 3,5 Millionen Menschen!

Nach diesen anstrengenden Tagen gab es aber auch noch entspannte Tage: Man fuhr an den Strand oder aufs Sitio (kleiner Bauerhof), ging auf typisch brasilianische Feten oder fuhr in die Stadt, um zumindest einen kleinen Eindruck von diesem „Moloch“ Sao Paulo zu gewinnen, in dem es aber auch viel Angenehmes gibt, was aber in so kurzer Zeit nicht annähernd erschlossen werden konnte.

Nach 3 Wochen hatte jede/r ein eigenes Bild vor Augen und die Beurteilung dieses „exo-tischen Tripps“ war überwiegend recht positiv. Es war der erste Teil – die brasiliani-schen SchülerInnen kommen im Jan.2012 nach DA – dieses Pilotprojektes, in dem die gemachten Erfahrungen aufgearbeitet, Kritik bearbeitet und positive Eindrücke inklu-sive Verbesserungsvorschläge festgehalten werden müssen, denn auf dieser Basis lohnt es sich weiterzumachen; dies erfordert jedoch wieder den ganzen Einsatz aller Beteilig-ten, insbesondere auch der Firmen, die wir als Partner benötigen und die durch Mit-arbeit an diesem Projekt evtl. schon zukünftige Mitarbeiter gewinnen könnten.

Abschließend kann man festhalten, dass neue Perspektiven für das Studium und die Berufswahl gewonnen werden konnten, aber aufgrund der interkulturellen Erfah-rungen auch das eigene Dasein mit „neuen, anderen“ Augen reflektiert werden kann und man die Fähigkeit erworben hat, eine andere Kultur zu respektieren und von dieser auch etwas zu lernen.

Interessierte wenden sich bitte an den Unterzeichner, die beteiligten SuS oder warten auf die demnächst vorliegenden Praktikumsberichte.

Darmstadt, im Aug. 2011 Heinz-Ewald Schiewe


Die Idee dazu

hatte der Kollege Schiewe, ca. 16 Jahre tätig als Lehrer in Brasilien. Das war der Anstoß, aber die Überzeugung, dass Brasilien als eines der sog. BRICS-Staaten aus verschiedenen Gründen „ein Land der/mit Zukunft“ ist, gab den Ausschlag.

Im Rahmen der Globalisierung muss auch Schule daran denken, Nachwuchs „auf die große weite Welt“ aufmerksam zu machen. Und hier bot sich eben Sao Paulo an, der größte „deutsche“ Industriestandort mit ca. 1.200 Firmen mit deutschem Kapital und einer „Kolonie“ von mehreren 100.000 Deutschen oder Deutschstämmigen. Und hier sind Firmen mit Filialen aus dem Rhein-Main-Gebiet ansässig; es gibt eine Deutsch-Brasilianische Außenhandelskammer, die dieses Vorhaben stark unterstützt, sodass es sich anbot, einer kleinen Gruppe diese vielleicht doch exotische Möglichkeit zu eröffnen. Neben einem 2-wöchigen Praktikum gibt es noch eine Woche „Kultur“, d.h. man lernt ein wenig „Land und Leute“ kennen.

All dies läuft auf der Basis eines Schüleraustausches mit der deutsch-brasilianischen Schule „Imperatriz Leopoldina“, wo als 1. Fremdsprache Deutsch gelehrt und gelernt wird. Anschließend kommen dann im Januar 2012 acht Brasilianer zu einem Gegenbesuch, werden hier Praktika ableisten und auch ein wenig über „Land und Leute“ kennen lernen.

Es ist ein Pilotprojekt, was jedoch ohne die großzügige Bereitstellung von Praktikumsplätzen der folgenden Firmen nicht hätte durchgeführt werden können; unser Dank gilt daher Schenck Process (Darmstadt/Sao Paulo), Evonik (DA / SP), Mercedes Rheinstr.100 in DA, Siemens in SP, Deutsche Bank DA, Seat Weiterstadt, IHK DA und AHK Sao Paulo!


letzte Änderung: 26.02.2013
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