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Bildende Kunst

Schülerin erfolgreich beim Europäischen Wettberb 2015

Sonja Rychkova hat bei dem Europäischen Wettbewerb 2015 einen Spitzenpreis erreicht.
Im E-Kurs Kunst bei Frau Dickel-Lütkenherm ist das prämierte Bild
zum Thema "Frieden ist eine Kunst" entstanden.
Als Auszeichnung hat sie die Einladung zu einer internationalen
Jugendbegegnung erhalten.

sonja rychkova


GRAFFITI-Projekt an der Hallenwand

Graffiti

Im November 2012 fing alles an:                                                                                              

Unserer Klasse (9b) wurde die Möglichkeit eines Graffiti Projektes eröffnet. Nachdem wir die Genehmigung der Schule sowie der Stadt Darmstadt hatten, fand das erste Treffen mit dem Künstler, Jörn Heilmann, statt. Er wurde uns bekannt gemacht, sprach über seine Arbeit, erzählte uns über die Geschichte von Graffiti und zeigte uns Techniken, zudem sprachen wir über den Ablauf des Projektes. In dieser Zeit begann auch die Suche nach einer geeigneten Geldquelle. Die Suche verlief schwerer als erwartet, denn der passende Sponsor „Weltoffenes Darmstadt“ hatte bestimmte Voraussetzungen für ein solches Projekt: Das Graffiti musste mit der Erfahrung alltäglichen Rassismus oder Diskriminierung in Verbindung gebracht werden können. Im Februar erhielten wir schließlich die schriftliche Bewilligung der Finanzierung unseres Vorhabens.                                                                                                                               

Zwei Monate später, am 4. April 2013, trafen wir zum ersten Mal die anderen Teilnehmer der Aktion „Weltoffenes Darmstadt“. Dort stellten wir die Idee für unser Projekt vor und lernten die Aktionen der anderen Teilnehmer kennen. Knapp zwei Wochen später trafen wir uns als gesamte Klasse während einer Freistunde und uns wurde der vorläufige Entwurf vorgestellt. Anschließend verbesserten und änderten wir einige Elemente darin. Am 26. April trafen wir die Sponsoren unseres Projektes und stellten den fertigen Entwurf vor. Zusätzlich zu den Sponsoren und dem Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt war ein Repräsentant unserer Klasse, sowie unsere Klassenlehrerin und Jörn Heilmann anwesend. Am 13. Mai wurden auf einem zweiten Treffen alle Projekte mit der Unterstützung von „Weltoffenes Darmstadt“ vorgestellt. Hierbei sollten, wenn möglich, Verbindungen zwischen den einzelnen Vorhaben hergestellt werden. Wenige Tage später wurden die Konturen des Gesamtbildes mit Hilfe eines Overheadprojektors an die Turnhallenwand der Lichtenbergschule projiziert. Herr Heilmann sprühte die ersten Konturen nach. Bei diesem inoffiziellen Projektbeginn waren einige Schüler der Klasse anwesend und beobachteten die Arbeit… und schließlich durften sie auch selbst mal an die Sprühdose!                                                   

Am 28. Mai begannen wir schließlich die Wand mit Graffiti zu gestalten. Im Rahmen des Projektes wurde der Kampf gegen den Rassismus thematisiert. Wir Schüler arbeiteten in 3 Gruppen à 9 Schülern, jeweils drei bis vier Stunden am Stück. Eigentlich hatten wir geplant, drei Tage hintereinander zu arbeiten, jedoch mussten wir auf Grund des schlechten Wetters umplanen.

Erst war es nur ein Schatten an der Wand, dann entstanden die ersten Konturen und zehn Tage später leuchtete die Turnhallenwand in vielen Farben. Zum Schluss brachten wir individuell gestaltete Schablonen mit Schlagwörtern gegen den Rassismus an die Wand an. Die strahlenden Blau-, Grün-, Gelb-, und Rottöne sollen die Wirkung des Graffitis unterstützen. Das Thema unseres Werkes ist Rassismus und tägliche erfahrene Diskriminierung. Uns war von Anfang an wichtig, dass das Graffiti eine Botschaft hat, welche die Betrachter zum Nachdenken anregen soll, weshalb wir uns zusätzlich für einen Spruch entschieden haben. Das Bild entstand aus vielen Ideen. Wir wollten verschiedene Charaktere, Interessen und Nationalitäten darstellen. Deshalb sprühten wir einen Tänzer, einen Basketballspieler, sowie eine Sängerin – alle in unterschiedlichen Hautfarben – an die Wand. Wir gestalteten außerdem alle Schablonen, sodass jeder Schüler noch etwas ganz Eigenes an der Turnhallenwand anbringen konnte. Wir hoffen, dass unser Projekt der Schulgemeinde gefällt und nicht verunstaltet wird. Wir wollen daran erinnern, dass dieses Graffiti offiziell genehmigt und gesponsert wurde und dass es weiterhin illegal ist, diese Wand oder auch andere Wände der Lichtenbergschule anderweitig zu beschmutzen.

Hier können Sie die Dokumentation des Projekts herunterladen.

26.06.2013, Danica Rautenberg


Gründe, warum die Beschäftigung mit Kunst wichtig ist?

SchülerInnen- Stellungnahmen:

Für mich ist das Zeichnen wie das Schreiben in ein Tagebuch. Ich kann Gefühle, Erfahrungen, Sehnsüchte und Träume in Bildern darstellen. Das erleichtert mir oft den Alltag. Auch wenn ich Erinnerungen nicht vergessen will, kann ich sie in Bildern wiedergeben und später aufnehmen. Bilder erzählen Geschichten. In Kirchen z.B. erzählen sie die Bibel, in Höhlen finden sich Bilder aus Urzeiten. Das ist Kunst, die uns Geschichte vermittelt. Ohne sie, wüssten wir wahrscheinlich nicht, wie z.B. Urzeitmenschen gelebt haben. Beim Zeichnen können wir unserer Fantasie freien Lauf lassen. Wir werden kreativ und erschaffen für andere Sichtweisen, die ihnen noch nicht offen lagen. (Lisa H.)

Um die eigenen Gefühle zu verarbeiten - sie zu bündeln, sich ganz darauf zu konzentrieren. Meiner Meinung nach, kann man sich über seine Gedanken und Probleme am besten klar werden, wenn man sich kreativ beschäftigt, z. B. Gedichte schreibt, Musik macht - oder auch zeichnet oder malt. Dabei konzentriert man sich völlig auf sein "Ich" und verarbeitet und setzt die eigenen Gefühle in einem Bild oder ähnlichem um. Um Gefühle auszudrücken, anderen Leuten zu vermitteln. Das kann jemand sein, der mit Kunst sein Geld verdient, aber ich denke wichtiger sind die Menschen, die damit anderen Leuten zeigen wollen, was sie beschäftigt, worüber sie sich Gedanken machen - was ihnen wichtig ist. (Katharina H.)

Kunst verschafft uns einen historischen Einblick in die Vergangenheit, z.B. ohne Altarbilder und Herrscherportraits hätten wir wohl nur vage Vorstellungen, was die Vergangenheit betrifft. Durch die Kunst kann man seinen Gefühlen freien Lauf lassen und so mit Problemen oder Ähnlichem fertig werden. Deswegen gibt es auch verschiedene Projekte, die z.B. Kindern mit traurigen Schicksalen oder Ähnlichem helfen sollen und das machen viele dieser Projekte durch Zeichnen und Schreiben. Die Kunst bringt Menschen näher zusammen. Die Kunst hat viele verschiedene Bereiche, sodass Menschen Gemeinsamkeiten entdecken und oft mit der Kunst gegen bestimmte negative Dinge protestieren. (Julia S.)


letzte Änderung: 21.07.2015
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verantw.: Angela Alex