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Aus dem Unterricht




MUN-Simulation mit Schülerinnen und Schülern der LuO

Einmal Regierungschef sein oder doch lieber Fernsehmoderator? Auf der „Model United Nation“ in Baden-Württemberg ist das möglich! Fünf Schüler und Schülerinnen aus dem Lichtenberggymnasium sind zusammen nach Stuttgart gefahren, um dort die Rolle von Regierungschefs, Länderdelegierten oder auch von Pressevertretern zu übernehmen.

Die „Model United Nations“ (MUN) ist ein Planspiel, also eine Simulation von Gremien der Vereinten Nationen. Dort werden die Teilnehmenden durch spezielle Bildungstracks auf ihre Arbeit in den verschiedenen Gremien/Bereichen vorbereitet und in die offizielle Geschäftsordnung der Vereinten Nationen eingeführt. Während der gesamten Konferenz gilt zum einem ein vornehmer Dresscode sowie der Diplomatische Verhaltenskodex.

Unter anderem gab es in diesem Jahr zum ersten Mal bei der MUN das Krisengremium, in welchem die Staats- und Regierungschefs verschiedenster Länder, eine Lösung zur Bekämpfung einer weltweiten Pandemie finden mussten. In dem Gremium waren jeweils ein Schüler und eine Schülerin der LuO vertreten. Es wurde dort viel debattiert und gemeinsam versucht eine Lösung zu finden. Dies gestaltete sich entweder anhand von Spontanreden oder durch informelle Sitzungen, bei welchen sich die Gremienteilnehmer nicht an die Geschäftsordnung halten mussten. Schlussendlich wurde ein Gegenmittel gefunden und somit die Welt gerettet.

Abschließend waren alle Konferenzteilnehmer noch auf dem sogenannten Diplomatenball eingeladen und konnten dort zuerst vornehm, später dann auch lockerer tanzen. Bevor es am nächsten Tag dann nach Hause ging, wurden noch besonders engagierte Konferenzteilnehmer geehrt.

Steffi Gläser



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E-Phase an der Technischen Universität Darmstadt

Im Rahmen des SBO-Unterrichts unternahm die E-Phase Frau Gläsers einen Ausflug an die TU Frankfurt. Lesen Sie mehr.

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Ein Besuch auf dem Wagenplatz

Am 19. September besuchte der E-Phasen Kurs von Frau Gläser den Wagenplatz „Diogenes“.

Die meisten Leute stellen sich unter einem Wagenplatz wahrscheinlich eine Art versiffte Müllhalde mit etwas zwielichtigen Personen vor. Den meisten Leuten wiederum wird bewusst sein, dass dies nur ein Klischee ist.
Und dennoch waren die meisten angenehm überrascht als sie Martina, eine sympathische Frau mittleren Alters, trafen, die mit einem sehr rauchigen Lagerfeuer auf uns wartete.

Wie sich herausstellt, leben auf solch einem Wagenplatz eigentlich ziemlich normale Leute, die sich nur einen ungewöhnlichen Platz zum Leben ausgesucht haben. Darum ging es bei diesem Besuch auch; alternative Lebensformen.
Manch einem mag sie zu alternativ sein, da es im Winter schnell nicht mehr so idyllisch ist. Allerdings gibt es auch schönere Seiten, etwa eine starke Gemeinschaft. Martina betont jedoch, dass man viel wert auf Individualität legt.

Wer mehr über diese spannende Lebensform wissen möchte, kann sich bei Martina melden und sich sogar für eine Woche Probe wohnen bewerben.

Von: Julian Hack, 6.11.2013

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Einfach mal drei Politiker eingeladen

Im Rahmen ihres Politik und Wirtschafts- LK's sollten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 eine eigene Unterrichtsstunde gestalten. Hierbei kam es für Lehrer Dennis Kroeschell zu einer überraschenden Begegnung, mit der er niemals gerechnet hätte. Von Anne Schüßler

"Da wissen Sie wahrscheinlich mehr als ich. Ich bin hier nur der Lehrer." So beantwortete Herr Kroeschell am Donnerstag, 02.05.13, zu Beginn der Politikstunde eine Frage von Brigitte Zypries, der Bundestagsabgeordneten von Darmstadt. Daraufhin folgte großes Gelächter der Schülerinnen und Schüler. Besonders Vivien Schuster, Daniel Beck, Julian Collin und Flavio Traxl schmunzelten um die Wette. Sie hatten sich für ihre Politikstunde etwas besonderes einfallen lassen und einfach mal Brigitte Zypries (SPD), Karin Wolff (CDU) und Leif Blum (FDP) eingeladen. Einfach ist hierbei wohl das richtige Wort. "Frau Zypries und Herrn Blum habe ich über facebook angeschrieben und Frau Wolff habe ich zufällig in dem Cafe getroffen, in dem ich arbeite und spontan gefragt", erzählt Flavio Traxl. Frau Zypries und facebook? Ja allerdings! Sie berichtete, dass sie jeden Tag ihre Posts und Kommentare verfolge, die auf ihrer Fanseite erschienen. "Ich habe damit bisher immer nur positive Erfahrungen gemacht", so Zypries. Auch Karin Wolff ist bei faceboook zu finden. Die sozialen Netzwerke seien heute enorm wichtig, um junge Menschen zu erreichen.

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Leif Blum stellte aber gleich klar, dass es sowohl bei den Schulbesuchen, die sie als Politiker unternähmen, oder bei anderen Kontaktaufnahmen zu jungen Leuten nicht darum ginge, diese als zukünftige Wähler zu gewinnen. Vielmehr ginge es darum, die zu informieren und mit Unklarheiten der Politik aufzuräumen.

Warum helfen wir Griechenland

Vor allem Brigitte Zypries als Bundestagsabgeordnete von Darmstadt musste einige Unklarheiten rund um as Thema Europa aufklären. "Warum helfen wir Griechenland?" Diese Frage führte zu einigen Diskussionen zwischen den Schülerinnen und Schülern und Frau Zypries. Ihre Argumente, dass man Europa und den Euro durch die Unterstützung aufrecht erhalten wolle und dadurch auch in der Position sei, Anforderungen an die Griechische Regierung zu stellen, überzeugten den Politik LK nur schwer. Doch auch Karin Wolff stimmte hier Frau Zypries zu: "Fordern und Fördern müssten gemeinsam gesehen werden!"

Politik als Kunst des Kompromisses

Gleich zu Beginn der Stunde interessierte die Schülerinnen und Schüler vor allem eine Frage: "Welche Qualifikationen braucht man als Bundestagsabgeordnete oder als Politiker allgemein?" "Keine formale Qualifikation", warf FrauZypries sofort ein, "Das beste Beispiel ist hier sicher Joschka Fischer. Vom Taxifahrer zum stellvertretenden Bundeskanzler. Einig waren sich alle drei Politiker. Man sollte für etwas stehen und andere überzeugen können, auch mal nach rechts und links gucken und bereit sein, sich in neue Themen einzuarbeiten. Vor allem sollte man aber kommunikationsfähig und kompromissbereit sein. "Politik ist nichts anderes, als die Kunst des Kompromisses!" So fasste Brigitte Zypries die Frage schlüssig zusammen und Leif Blum und Karin Wolff nickten zustimmend.
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Nach 1,5 Stunden war der Spuk vorbei

Gestärkt mit selbstgebackenem Kuchen und Keksen machten sich die drei Politiker/-innen nach Eineinhalb Stunden wieder auf den Weg zu ihren nächsten Terminen. Zurück blieben Vivien, Daniel, Julian und Flavio, die sichtlich erleichtert waren, dass ihre Stunde so gut verlaufen war, der restliche PoWi-LK, der noch immer über das ein oder andere Thema diskutierte und Herr Kroeschell, der sich von seinem ersten Schock noch nicht ganz erholt zu haben schien. Dennoch war er stolz auf seinen PoWi-LK:"Ich bin echt froh, dass die letzten zwei Jahre Unterricht nicht umsonst gewesen zu sein scheinen!"

Anne Schüßler, 03.05.2013

letzte Änderung: 17.06.2017
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