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LATEIN

Latein an der LuO ist…

... Lernen mit ansprechenden Unterrichtsmaterialien:

„Pontes“, das Lehrwerk an der LuO, erzählt von Aulus und Cornelia. Sie nehmen die Schüler/innen mit in ihr Leben in der antiken römischen Welt (Wohnen, Handel, Thermen, Imperium Romanum, antike Mythologie,…). In jedem Kapitel lernen sie dabei neue sprachliche Inhalte und erweitern ihre Kulturkompetenz. Modernes Anschauungsmaterial unterstützt unseren Lateinunterricht. Das Arbeitsheft zu „Pontes“ bietet motivierendes Übungsmaterial mit Rätseln, Lückentexten uvm.

… Lernen mit modernen Unterrichtsmethoden:

Unsere Latein-Schüler/innen lernen u.a. mit Wochenplänen und an Stationen. Sie arbeiten in Gruppen- oder Partnerphasen. Dabei lernen sie, einander zu helfen und aufeinander einzugehen. Wir kochen römisch, und aus den „Pontes“-Kapiteln machen wir kleine Theaterstücke. Der Unterricht ist binnendifferenziert, d.h. auf die individuellen Fähigkeiten unserer Schüler/innen bezogen.

… Lernen durch jährliche Exkursionen:

In jedem Jahrgang erkunden die LuO-Lateiner/innen antike Kultur vor Ort: Unsere Exkursionen führen uns auf die Saalburg, ins Pompejanum nach Aschaffenburg, nach Mainz und nach Trier, in den Archäologischen Park Xanten sowie zu aktuellen Ausstellungen in der Umgebung.


                                          Xanten

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Die Lateinkurse des Jahrganges 9 und der E-Phase verbrachten drei Tage in Xanten, der antiken Colonia Ulpia Traiana. Dort luden Thermen, Tempel, ein Amphitheater, rekonstruierte und möblierte Handwerkerhäuser, eine antike Herberge mit Badehaus und ein modernes mediales Museum dazu ein, in das romanisierte Leben der drittgrößten Stadt Germaniens einzutauchen.



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WARUM LATEIN?

1. Latinum - eine technische Vorbemerkung

Das Latinum bzw. Lateinkenntnisse sind an vielen Universitäten Zulassungsvoraussetzung für zahlreiche Studiengänge: z.B. Deutsch, Geschichte, Philosophie, Theologie, Pharmazie, Medizin, Rechtswissenschaften. Wer in Klasse 6 mit Latein beginnt, erhält das Latinum mit Abschluss der E-Phase. Das Latinum bzw. Lateinkenntnisse an der Universität zu erwerben, ist mühsam und zeitaufwändig: "Was Hänschen nicht lernt..."!

2. "Mutter Latein"

Latein ist die Muttersprache Europas. Ihr Wortschatz und ihre Strukturen leben in europäischen Sprachen wie Italienisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Rumänisch oder Katalanisch fort. Latein zu lernen erleichtert nicht nur den Erwerb dieser Sprachen, sondern bereitet auch auf das Erlernen anderer Fremdsprachen vor: Wer eine Sprache wie das Lateinische in ihren Bauelementen begriffen hat, dem hilft diese Fähigkeit beim Erlernen jeder weiteren Fremdsprache.

3. Latein erleichtert das Verstehen von Fremdwörtern und Fachsprache

Stets begegnen uns im täglichen Leben, in Politik, Wirtschaft und Werbung Fremd- und Lehnwörter aus dem Lateinischen. Die Kenntnis der lateinischen Wurzeln befähigt dazu, sich die Bedeutung vieler Fremdwörter und fachsprachlicher Ausdrücke abzuleiten und sich in der wissenschaftlichen und technischen Begriffswelt zurechtzufinden.

4. Latein fördert die muttersprachliche Kompetenz

Der beständige Umgang mit beiden Sprachsystemen beim Übersetzen vom Lateinischen ins Deutsche fördert eine bewusste Verwendung der Muttersprache. Latein vermittelt die Fähigkeit, sprachliche Strukturen zu durchdenken, Ausdrucksmöglichkeiten abzuwägen und Gedanken angemessen zu formulieren. Die eigene Lese- und Schreibfähigkeit werden trainiert, die Kommunikationsfähigkeit wird gefördert.

5. Latein ist eine Schule des Denkens

Wer sich mit lateinischen Texten beschäftigt, muss mit Gründlichkeit, Genauigkeit, Geduld und Kombinationsvermögen beim Suchen und Überprüfen von Lösungen vorgehen. Denn anders als das Deutsche erschließt sich das Lateinische durch die genaue Betrachtung der sprachlichen Details: Endungen zu beachten, ist der Schlüssel zum Verständnis! Problemlösendes Denken und Selbstdisziplin sind Voraussetzungen von Studierfähigkeit und Schlüsselqualifikationen in Wirtschaft, Wissenschaft und Technik.

6. Latein trainiert das Gedächtnis

Kontinuierliches Memorieren der Vokabeln und Formenlehre sind das tägliche "Gehirnjogging" jedes Lateinschülers. Verschiedene Mnemotechniken, effiziente Lernmethoden und Konzentrationsfähigkeit sind das Handwerkszeug, das Latein seinen Schüler/innen mit auf den Weg gibt. Deshalb sollte man möglichst früh mit Latein beginnen.

7. Lateinische Literatur vermittelt Einsichten in die geistigen Fundamente Europas

Die lateinische Literatur bietet einen Zugang zu den Wurzeln unserer europäischen Identität. Die Beschäftigung mit der Antike vermittelt Basiswissen über europäische Kunst und Architektur, Philosophie und Mythologie, Verfassung und Recht, Wissenschaft und Technik. Wer Latein lernt, reflektiert und erweitert eigene Denkhorizonte, vertieft sein Gespür für kulturelle Kontinuität und erhält Einsichten in die eigene kulturelle Bedingtheit.

8. Latein bietet Modelle eigener Lebensgestaltung

Wer lateinische Schriften liest, lernt Prinzipien und Konzeptionen menschlicher Lebensgestaltung kennen. Menschliche Grunderfahrungen wie Glück, Verzweiflung und Hoffnung, aber auch existentielle Fragen nach dem Sinn des Lebens und nach Verantwortlichkeit in gesellschaftlichen Zusammenhängen werden in antiken Texten thematisiert. Lateinische Texte fordern dadurch, dass sich historische Distanz und thematische Aktualität in ihnen verbinden, zur Selbstreflexion durch Fremderfahrung auf. "Latein ist ein Besitz fürs Leben", so der Münchner Fachdidaktiker Dr. F. P. Waiblinger.

9. Latein lehrt kritisches Denken

Lateinische Literatur lädt dazu ein, sich mit dem Zusammenhang von Inhalt und sprachlicher Form auseinanderzusetzen. Das schärft den Blick dafür, dass Sprache zweckgebunden eingesetzt werden kann. Dieser Blick hilft dabei, eine kritische Distanz zu Gelesenem einzunehmen und Sprachmanipulationen zu entlarven.

10. Latein macht Spaß

Dass Latein dröge und trocken sei, kann man angesichts der modernen Lehrmittel nicht sagen. Pontes, das an unserer Schule eingesetzte Lehrwerk, bietet Identifikationsangebote mit der Familie der Cornelier und nimmt die jungen Lateinlernenden mit in die Welt des antiken Lebens in der Stadt und auf dem Land. Unterrichtsmethoden wie „Schüler unterrichten Schüler“, Wochenplanarbeit und Rollenspiele, die anschauliche Vermittlung grammatischer Strukturen, das Erschließen von Satzstrukturen, spielerisches Vokabellernen mit Karteikästen, „Vokabelmemory“ oder „Vokabelfußball“ machen Latein zu einem geistigen Vergnügen.

Und schließlich: Latein ist eine tolle Sprache, die durch ihre Prägnanz und Ausdrucksdichte begeistert!

(U. Mees-Luckhaupt)




letzte Änderung: 15.03.2016
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